Über uns

Infectious Words

Wir zwei Autorinnen erkunden die unendlichen Weiten des Universums und die winzigen Welten der Mikroben, die uns umgeben. Von den Tiefen des Meeres bis zu den Gipfeln der Berge, von den fernsten Galaxien bis zu den geheimen Welten unserer eigenen Körper - wir entdecken die Wunder und Geheimnisse des Kosmos und des Lebens.

Doch wir tun dies nicht nur als nüchterne Wissenschaftlerin, sondern auch als Weltenbauerinnen, als Autorinnen. Wie Kim Stanley Robinson, eines unserer Vorbilder beim Schreiben von "Probe 12" und "Toxin", sagt: "Kunst ist eine Auseinandersetzung mit der Realität." Dem folgen wir mit unserem Schreiben, und wir laden Sie ein, sich von uns auf eine Reise mitnehmen  zu lassen - eine Reise durch Raum und Zeit, durch Lichtjahre und Nanometer, durch Wissenschaft und Fiktion. Eine Reise zu den faszinierenden Mikroben und dem Sternenstaub, die uns umgeben.

Susanne Thiele

Susanne Thiele, geboren 1970 in Bernburg, begann in der ehemaligen DDR ein Lehrerstudium, studierte dann aber Mikrobiologie und Biochemie an der Technischen Universität Braunschweig und ist heute Wissenschaftsjournalistin. 


Ihr Sachbuch zum Trendthema Mikrobiom “Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke” erschien 2019 im Heyne Verlag und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Als Ko-Autorin war sie an dem erzählenden Sachbuch „Sex macht Spaß, aber viel Mühe - Eine Entdeckungsreise zur schönsten Sache der Welt“, 2014 Orell Füssli; 2017 Dumont, beteiligt. Susanne Thiele betreibt seit 2014 den Blog „Mikrobenzirkus“, der 2018 als einer der Wissenschaftsblogs des Jahres ausgezeichnet wurde.
Wenn sie keine Bücher schreibt, leitet Susanne Thiele die PR-Abteilung des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung, schreibt für Journale und engagiert sich für gute Wissenschaftskommunikation.

Susanne Thiele ist Mitglied im Syndikat e.V., in der German Speaker Association (GSA) und im Deutschen Fachjournalistenverband (DFJV). 
Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Braunschweig.  

Mehr zu Susanne Thiele unter www.susanne-thiele.de

Kathrin Lange

Kathrin Lange wurde 1969 in Goslar geboren. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zum geschriebenen Wort und zur Astronomiegeschichte. Weil ein Studium der Astronomie aber für sie nicht infrage kam, machte sie ihre zweite Leidenschaft, die zu Büchern, zu ihrem Beruf und wurde Verlagsbuchhändlerin. Sie arbeitete eine Zeitlang als Fachbuchhändlerin für Theologie. 2005 erschien ihr erster astronomiehistorischer Roman bei Rowohlt. Ihr Buch "Das achte Astrolabium" stand auf der Nominierungsliste für den Sir-WalterScott-Preis als bester historischer Roman des Jahres 2008, Mit ihrer politischen Kurzgeschichte "Jagdsaison 2023" erhielt sie den Wortrandale Literaturpreis 2019 in der Sparte "Tiefsinnigster/Nachdenklichster Text". Ihr Thriller "40 Stunden" wurde für das Fernsehen optioniert und lief auch als Hörspiel auf Deutschlandradio Kultur.

Kathrin Lange ist Mitglied im P.E.N, im Syndikat e.V. und bei den International Thriller Writers und schreibt Romane für Erwachsene und Jugendliche. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem kleinen Dorf in Niedersachsen.

Mehr zu Kathrin Lange unter www.kathrin-lange.de
 

Ein paar Fragen an die Autorinnen

Dieses Interview basiert auf einem, das Thomas Przybilka vom Bonner Krimi Archiv Sekundärliteratur – BoKAS (www.bokas.de) zum Erscheinen von „Probe 12“ mit uns führte.

Thomas Przybilka: Was bedeutet Kriminalliteratur für Sie und ist, Ihrer Meinung nach, Kriminalliteratur eine wichtige Literaturgattung?

Kathrin: In meinen Augen eignet sich kaum ein Genre so gut, um aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen und Missstände aufzuzeigen und dabei gleichzeitig auch noch spannend zu unterhalten, wie der Kriminalroman. Dass es dabei innerhalb des Genres alle Bandbreiten von trivial bis hochliterarisch gibt, macht es sogar noch interessanter für mich selbst, immer wieder neue deutsche Krimistimmen zu entdecken.

Susanne: Gerade Wissenschaftsthriller oder -Krimis haben für mich als Biologin ein Riesenpotenzial, um Elemente der Forschungsrealität mit erschreckenden Entwicklungen in unserer Welt wie z.B. Klimawandel, Seuchen, Biowaffen zu verbinden. Diese Mischung aus Fakten und Fiktion an den Grenzen wissenschaftlicher Ethik der Forschung macht diese reizvolle Mischung für gute Unterhaltung aus. 
Ich halte das Genre für sehr geeignet für eine gute Wissenschaftskommunikation, weil wir ganz neue Zielgruppen erreichen. 

 

TP: Ihr Weg zur Kriminalautorin / zum Kriminalautor?

Kathrin: Meine ersten Veröffentlichungen waren historische Romane, aber bereits mit naturwissenschaftlichem, vor allem astronomiehistorischem Hintergrund. Bereits in meinem zweiten, bei Rowohlt veröffentlichen Roman merkte ich allerdings, dass ich Spaß an Thrillerhandlungen habe. Mit meinem Wechsel zu Aufbau hatte ich dann die Chance, eine historische Thriller-Trilogie zu schreiben, die im ausgehenden 15. Jahrhundert spielt. Wieder waren es die Naturwissenschaften, diesmal die Medizingeschichte, die mich auf den Plot der Romane brachten. Parallel zur Krise des historischen Romans um die 2010er Jahre dann und nach einem Agenturwechsel entstand in mir der Wunsch, „richtige“ Thriller zu schreiben, also einen, der im Hier und Jetzt spielt. Ich erfand die Figur des ägyptischstämmigen Sonderermittlers Faris Iskander, dessen Fälle im Laufe der Zeit immer politischer wurden. Die Ereignisse rund um die sogenannte „Flüchtlingskrise“ 2015 und die islamistischen Terroranschläge, die darauf folgten, haben mich beim Schreiben stark beeinflusst.

„Probe 12“ vereinigt nun zwei Dinge, die mich als Autorin interessieren: gesellschaftliche Aktualität des Themas und wissenschaftlicher Hintergrund.

Susanne: Ich habe bisher zwei Sachbücher zu etwas weniger „kriminellen Themen“ wie Fortpflanzung und Keimen in unserem Alltag geschrieben. Danach suchte ich nach einer neuen Herausforderung für mich, um Wissenschaftsstorys interessanter zu erzählen und kam beim Science-Thriller an. Die Idee um antibiotika-resistente Keime und die Phagentherapie hatte ich schon – bedingt durch meinen Beruf. Aber erst ein spontanes Kennenlernen mit Kathrin Lange auf einer Autorennetzwerk-Tagung brachte unser gemeinsames Projekt „Probe 12“ dann sehr schnell ins Rollen. Das hat dann auch im Schreibprozess sehr gut geklappt. Und auch an einem neuen gemeinsamen Projekt arbeiten wir schon. 

 

TP: Ihre erste Krimi-Veröffentlichung?

Kathrin: Wenn die historischen Thriller bei Aufbau mitzählen, wäre es „Seraphim“ (2008), ansonsten wäre es „40 Stunden“, das 2014 bei Blanvalet erschienen ist.

Susanne: „Probe 12“ ist mein erster Wissenschaftsthriller.

 

TP: Wurden Sie vom Werk einer Krimiautorin / eines Krimiautoren beeinflusst?

Kathrin: Mich beeinflussen stark die Großen der amerikanischen Kriminalliteratur (Hammett, Chandler, Parker), aber ebenso aktuelle Autoren wie Adrian McKinty, Dennis Lehane und Michael Connelly. In letzter Zeit aber auch immer mehr die Romane von Kim Stanley Robinson, dessen bewusst nicht dystopischen Ansatz seiner Romane, die eigentlich Science Fiction sind, ich sehr schätze.

Susanne: Mich inspirieren sehr gut recherchierte Science-Thriller von z.B. von Marc Elsberg, Andreas Eschbach, bei Krimis auch Tess Gerritsen als ehemalige Medizinerin. Ansonsten habe ich natürlich die Klassiker gelesen, John Le Carré zum Beispiel. Eine gute Mischung aus Psychodrama, Krimi und spannender Zeitgeschichte, die mir schon als Teenager gefiel, gibt es auch etwas ab vom Genre in historischen Romanen wie Umberto Ecos „Der Name der Rose“. Und dann fällt mir noch „Das Parfüm“ von Patrick Süskind ein.

 

TP: Gibt es den „Frauenkrimi“ (im Sinne von feministischer Kriminalliteratur)?

Kathrin: Aktuell? Darüber muss ich länger nachdenken, weil mir auf Anhieb nur die Werke aus den Achtziger- und Neunzigerjahren einfallen: die Ariadne-Krimis zum Beispiel und Sara Paretzky mit ihrer Warshawski-Reihe. Interessanterweise ist eine der emanzipiertesten Protagonistinnen, die ich in letzter Zeit gelesen habe, von einem Mann erfunden worden: Crissa Stone von Wallace Stroby, die im Pendragon Verlag erschienen sind. Die Bücher würde ich allerdings nicht als feministisch bezeichnen.

Susanne: Schon in der Realität fehlen uns ausreichend Role-Models für Wissenschaftlerinnen in der Forschung - da haben wir echte Nachwuchsprobleme, weil die Herausforderungen der Branche hart sind. Daher sehe ich eine große Chance für gut gemachte Science-Thriller mit toughen weiblichen Protagonistinnen mit ihren anders gefärbten Denkwelten, die junge Frauen und auch Männer inspirieren können. Das bringt mehr Vielfalt und kann einen Roman feministisch machen - ohne zu künstlich oder aufdringlich zu wirken. 

 

TP: Gibt es einen Kriminalroman/Thriller, den Sie selber gerne geschrieben hätten?

Kathrin: Definitiv die Sean Duffy-Romane von McKinty!

 

TP: Welche Autorin / welcher Autor ist Ihrer Meinung nach überschätzt (national und/oder international)?

Kathrin: Da fallen mir einige ein. ;-) Aber wenn es unbedingt einen Namen braucht, dann wäre es bei mir Don Winslow. Mit dessen Büchern und Schreibstil kann ich leider wenig anfangen.

Susanne: Da halte ich mich als Thriller-Greenhorn noch raus !

 

TP: Welche Autorin / welcher Autor ist Ihrer Meinung nach unterschätzt (national und/oder international)?

Kathrin: Auch da fallen mir mehrere ein. International würde ich erneut McKinty nennen, dann Julia Spenser-Fleming, Lyndsaye Faye. National: Benjamin Cors. Inge Löhnig.

Susanne: Bei Inge Löhnig / Ellen Sandberg schließe ich mich absolut an. Da habe ich in letzter Zeit sehr gut recherchierte Spannungsromane mit psychologischem Tiefgang gelesen, eingebunden in Krimis z.B. zu Kriegsverbrechen.

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